Altersvorsorge für Frauen

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Frauen verdienen in ihrem Beruf oft weniger als die Männer, arbeiten vermehrt in Teilzeit und geben die eigene Karriere meist wegen der Familie und der Kinderbetreuung auf. Somit bekommen sie weniger Rente.

Sparen hilft hierbei immer, um im Rentenalter nicht arm zu sein. Aber die Frauen sollten sich in Bezug auf die Alters­vorsorge weiter aufstellen. Sie erledigen zu Hause die meiste Arbeit, wagen dafür Berufs­chancen und zahlen ihren Einsatz mit mick­rigen Ansprüchen bei der Rente. Eine Altersvorsorge für Frauen ist daher wichtig.

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Die gesetzliche Rente für Frauen

Vor allem unverheirateten Frauen, welche für die Kinder im Beruf kürzergetreten sind, müssen im Alter Armut befürchten, wenn sie sich auf ihre gesetzliche Rente verlassen. Wer generell weniger arbeitet und entsprechend weniger verdient, zahlt auch weniger in die Rentenversicherung ein und bekommt am Schluss weniger Rente ausgezahlt.

Auch dann, wenn die Frau Vollzeit arbeitet, wird die gesetzliche Rente nicht hinreichen. Nach Berechnungen des Ministeriums für Arbeit und Soziales könnte das Rentenniveau bis 2030 von heute 48,21 Prozent auf 44,3 Prozent absinken. Bis zum Jahr 2011 lag dieser Wert noch bei über 50 Prozent.

Das Niveau für die Rente ist eine komplizierte Berechnung. Diese beschreibt, wie viel ein Rentner im Vergleich zu dem Durchschnittseinkommen aller Erwerbstätigen bekommt. Dieser Eckrentner ist ein fiktiv betrachteter Rentner, welcher 45 Jahre Vollzeit und ohne Familienpause, Arbeitslosigkeit oder Teilzeit zu dem Durchschnittseinkommen gearbeitet und immer in die Rentenversicherung eingezahlt hat.

Was jedoch auf jeden Fall zu wissen ist, dass die Frau mit großer Wahrscheinlichkeit weniger bekommen wird als der Eckrentner, weil fast keine Frau 45 Jahre lang durchgehend in Vollzeit gearbeitet hat. Der Rentenanteil gemessen an ihrem Einkommen wird weiter absinken. Dies bedeutet, dass jede Frau, welche ihren Lebensabend in Wohlstand und Würde verbringen möchte, vorsorgen muss. Dies sollte so früh wie möglich geschehen.

Tipps für ein finanziell gesichertes Alter für Frauen

Seit dem Jahr 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge durch die Entgeltumwandlung. Dies bedeutet, dass auch Frauen einen Teil des Gehaltes oder der Sonderzahlungen wie das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld einzahlen und damit eine zusätzliche Rente aufbauen.

Im Vergleich zu privaten Sparplänen zahlt die Frau auf ihre Sparraten weder Sozialabgaben noch Steuern. Um hierbei 100 Euro sparen zu können, musst die Frau – je nach Steuersatz – etwa rund 60 Euro des Nettogehaltes aufwenden. Dies ermöglicht es, mehr Geld für das Rentenalter anzusparen. Durch die höheren Raten wächst auch das Kapital schneller. Bei der Auszahlung jedoch muss die Frau nicht nur Steuern, sondern den kompletten Betrag für die Krankenversicherung auf die Rente zahlen.

Ebenfalls über ihren Arbeitgeber kann die Frau vermögenswirksame Leistungen ansparen. Wenn sie nur ein geringes Einkommen hat, profitiert sie besonders davon. Die vermögenswirksamen Leistungen sollen Arbeitnehmern helfen, Geld anzusparen. Hierfür zahlt der Arbeitgeber jeden Monat bis zu 40 Euro und damit bis zu 480 Euro pro Jahr in einen Sparvertrag für die Frau ein.

Die Frau sollte vor allem das Haupteinkommen absichern. Sie und die Familie müssen auch dann essen, leben und wohnen, wenn sie selbst oder der Partner nicht mehr arbeiten können. Hier sind die klassischen Absicherungen die private Berufsunfähigkeits-, Unfall- oder Risikolebensversicherungen.

Versicherungen gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit sind günstiger, umso jünger die Versicherungsnehmerin ist. Wichtig ist hier vor allem das Kleingedruckte. Wann genau die Versicherung zahlt und wie viel Geld es für welche Art der körperlichen Einschränkung gibt, muss in jedem Fall bekannt sein.

Unfallversicherungen sind oft in verschiedenen Versicherungen enthalten. Die Frau sollte sich daher frühzeitig mit ihrer privaten Altersvorsorge beschäftigen. Ab 40 Jahren lohnt es schon, sich von der Rentenversicherung eine Schätzung berechnen zu lassen. Die Frau muss dann überlegen, ob die Summe ausreicht und wie viel sie noch benötigt, um den Lebensstand halten zu können. So ist die Altersvorsorge Frauen von großer Bedeutung.

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