Der erste eigene Image-Film: Strategie, Umsetzung und Wirkung
image-film
Werbung & Marketing

Der erste eigene Image-Film: Strategie, Umsetzung und Wirkung

Der Erfolg junger Unternehmen hängt heute maßgeblich von digitaler Sichtbarkeit und Sympathie ab. Ein Image-Film nimmt hierbei eine zentrale Rolle im Markenaufbau ein. Für Start-ups bietet er die Möglichkeit, in kurzer Zeit Vertrauen aufzubauen, die Markenidentität zu schärfen und eine emotionale Bindung zu potenziellen Kunden, Investoren und Partnern herzustellen. Die audiovisuelle Präsentation transportiert nicht nur Fakten, sondern vor allem Werte, Visionen und Emotionen. Genau das ist es, was Menschen mit Marken langfristig verbinden.

Der Image-Film fungiert also als Katalysator für Sichtbarkeit, Vertrauen und Wachstum. Gleichzeitig markiert er den Einstieg in eine professionelle Unternehmenskommunikation. Doch wie wird ein solcher Film strategisch geplant, umgesetzt und erfolgreich eingesetzt? Wir geben Antworten.

Die strategische Planung – Grundstein für ein wirksames Filmkonzept

Der erste Schritt in Richtung Image-Film ist nicht der Dreh – sondern die Strategie. Vor der gesamten Aufnahme und dem Einsatz braucht es eine Vision und Zielsetzung. Erst wenn klar ist, was der Film erreichen soll, kann er seine volle Wirkung entfalten. Start-ups sollten deshalb im Vorfeld grundlegende Fragen beantworten:

  • Was soll kommuniziert werden? (z. B. Innovationskraft, Unternehmenskultur, USP)
  • Wen soll der Film erreichen? (z. B. potenzielle Kunden, Investoren, Bewerber)
  • Auf welchen Kanälen soll er veröffentlicht werden? (z. B. Website, Social Media, Messen)

Eine präzise definierte Zielgruppe schlägt sich anschließend auf Tonalität und Bildsprache nieder, während sie gleichzeitig die Länge, das Format und den Verbreitungsweg des Films bestimmt. Bei einem B2B-orientierten Start-up ist eine sachlich-informative Darstellung oft passender, während B2C-orientierte Unternehmen auf Emotion und Lifestyle setzen können.

Ein gutes Filmkonzept basiert auf einer klaren Kernbotschaft, die sich durch alle Szenen zieht. Sie sollte kurz, merkfähig und identitätsstiftend sein – etwa „Wir digitalisieren Pflegeprozesse menschlich“ oder „Kreativität trifft Tech – für eine bessere Bildung“. Diese Botschaft bildet das inhaltliche Rückgrat des Films.

Siehe auch  Von Kartons und Karrieren: Der Weg zum erfolgreichen ExistenzgrĂŒnder

Die Produktion – vom Storyboard bis zum finalen Schnitt

Nach der strategischen Planung folgt die praktische Umsetzung. Wichtig ist dabei, dass der Image-Film nicht als klassische Werbung verstanden wird, sondern als Teil der Markenkommunikation. Es geht um Authentizität, Wiedererkennbarkeit und Vertrauen.

Die Filmproduktion gliedert sich dabei in drei Phasen. Jede Phase ist für ein hochwertiges Ergebnis von Bedeutung.

1. Pre-Production (Planung & Vorbereitung):

  • Erstellung von Drehbuch und Storyboard
  • Auswahl der Drehorte (z. B. Büro, Produktionsstätte, Kundenumfeld)
  • Organisation von Darstellern bei Bedarf (Mitarbeitende, Schauspieler, Testimonials)
  • Zeitplanung, Genehmigungen, Technikcheck

2. Production (Dreharbeiten):

  • Animation oder Filmaufnahmen unter professioneller Leitung
  • Regie, Kameraführung, Lichtsetzung, Tonaufzeichnung
  • Interviews, Schnittbilder, Inszenierung markentypischer Szenen

3. Post-Production (Nachbearbeitung):

  • Videoschnitt, Farbbearbeitung (Color Grading)
  • Sounddesign, Musik, Sprecher:innentext
  • Integration von Animationen, Texten, Logos

Besonders Start-ups profitieren von externer Expertise, da eigene Ressourcen oft begrenzt sind. Wichtig ist die enge Abstimmung zwischen Agentur und Start-up, um den authentischen Markenkern zu erhalten.

Nehmen wir zum Beispiel ein Tech-Start-up aus Berlin, das eine KI-gestützte SaaS-Lösung für den Gesundheitssektor entwickelt. Für Imagefilme, die fruchten, bedarf es echter Videohelden, die nicht nur die Technologie, sondern auch die Menschen dahinter, die gesellschaftliche Relevanz des Produkts und die Innovationskraft des Unternehmens in den Fokus stellen. Je nach Umfang und Produktionsniveau variieren die Kosten im unteren vierstelligen bis mittleren fünfstelligen Bereich. Ein langfristiger ROI entsteht vor allem durch die vielseitige Einsetzbarkeit des Films über mehrere Jahre hinweg.

imagefilm-drehen

Die Verbreitung: Sichtbarkeit schaffen – gezielt und nachhaltig

Ein Image-Film ist nur dann wirksam, wenn er die richtige Zielgruppe erreicht. Deshalb gehört zur Filmstrategie immer ein klarer Verbreitungsplan. Neben der eigenen Website und Social Media (z. B. LinkedIn, YouTube, Instagram) sind auch gezielte E-Mail-Kampagnen, Landingpages oder Events (z. B. Messen, Pitches) geeignete Plattformen.

Siehe auch  Guerilla Marketing: Was versteht man darunter und wie nutzt man das

Maßnahmen für die optimale Verbreitung:

  • Suchmaschinenoptimierung (Video-SEO): Titel, Beschreibung, Tags und Transkript sorgen dafür, dass der Film über Google und YouTube gefunden wird.
  • Plattformgerechtes Schneiden: Für Instagram & Co. eignen sich Kurzversionen im Hochformat (Reels), während YouTube das Langformat bevorzugt.
  • Crossmediales Einbetten: Der Film sollte nicht nur auf der Startseite sichtbar sein, sondern kann auch in Newslettern, Blogbeiträgen, Signaturen und Präsentationen eingesetzt werden.

Langfristig steigert ein gut produzierter Image-Film die Markenwahrnehmung, erhöht die Conversion-Rate auf Websites und stärkt die emotionale Bindung zur Zielgruppe – eine Investition, die sich nicht nur kurzfristig, sondern strategisch auszahlt.

Der Image-Film als Schlüssel zur Markenidentität

Ein Image-Film ist für Start-ups nicht einfach nur ein Nice-to-have. Das strategische Instrument der Markenkommunikation baut auf der fundierten Zielgruppenanalyse auf und bedarf einer kreativen Konzeptentwicklung sowie der hochwertigen Produktion und gezielten Verbreitung: Jeder Schritt zahlt auf das Erfolgskonto eines jungen Unternehmens ein.

Wer den Image-Film als integralen Bestandteil der Markenstrategie versteht und nicht als singuläres Marketingprojekt, schafft die Grundlage für nachhaltige Sichtbarkeit, Vertrauen und Wachstum. Gerade im kompetitiven Start-up-Umfeld ist und bleibt das Bewegtbild ein Mittel, um sich klar zu positionieren, die eigene Vision zu transportieren und echte Verbindungen zu schaffen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert