Ladungssicherung für den Transport

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In den Zeiten von ständig wachsenden Warenströmen und zunehmender Dichte beim LKW-Verkehr ist kaum etwas so gefährlich, wie die mangelnde Transportsicherung. Bei der Beförderung wirken nämlich ausgesprochen starke physikalische Bewegungskräfte. Sie wirken in alle Richtungen: Nach vorne, nach hinten und natürlich auch zu den Seiten. Werden hier nicht erforderliche Maßnahmen ergriffen, können die Folgen fatal sein. Allein im Jahr 2020 erfasste das Statistische Bundesamt auf Deutschlands Straßen deutlich mehr als 500 Unfälle mit schweren Personenschäden und über tausend Unfälle mit Sachschaden, die auf die unzureichende Sicherung der Ladung zurückzuführen sind.

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Verantwortung für die Sicherung der Ladung

Verstöße gegen die gesetzlichen Vorgaben zur Ladungssicherung beim Transport sind also auf dem besten Weg, deutschlandweit zu einer der häufigsten Unfallursachen mit LKW im Straßenverkehr zu werden. Das dokumentieren auch die Statistiken von Polizei und Bundesverkehrsministerium. Demnach fahren etwa 70 Prozent der polizeilich kontrollierten Lkw mit Transportgut, das schlecht oder gar nicht gegen Verrutschen gesichert ist.

Dass die Ladung von LKW häufig nur noch mangelhaft gesichert ist, liegt auch am Zeitdruck. Gerade in der Transportbranche ist dieser Druck ausgesprochen groß. Darüber hinaus spielen fehlenden Kenntnisse zur Sicherung von Ladung eine Rolle. Dabei ist die Verantwortung für die Einhaltung der Sicherheit beim Transport klar geregelt. So muss der Absender der Ware bei der Spedition neben den genauen Maßen auch das korrekte Gewicht angeben. Nur dann kann das passende Fahrzeug zum Transport bereitgestellt werden.

Die Verantwortung dafür, dass die Ladung vor dem Antritt der Fahrt korrekt gesichert wird, tragen darüber hinaus Verlader und Fahrer. Während Verlader die Ladung verkehrssicher zu verstauen haben, haben Fahrer die Pflicht, das nachzuprüfen. Die Unternehmen, aus denen sowohl Verlader als auch Fahrer stammen, müssen ihrerseits dafür sorgen, dass beide ausreichend qualifiziert ist. Schon allein dafür ist eine Ladungssicherung Schulung eine notwendige Vorsorge. Kommt es nämlich zu Unfällen, dann haften beide.

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Arten der Ladungssicherung beim Transport

Um die Ladung sicher beim Transport zu schützen, kann man sie auf drei unterschiedliche Arten sichern:

  • die formschlüssige Sicherung der Ladung
  • die kraftschlüssige Sicherung der Ladung
  • die kombinierte Ladungssicherung

Bei einer formschlüssigen Ladungssicherung kommt es auf ein lückenloses Verstauen der Ladung an. Gleichzeitig wird sie dem Aufbau des Fahrzeugs angepasst. Zusätzlich können auch noch ein paar Hilfsmittel eingesetzt werde. Das sind zum Beispiel Zurrnetze, Keile oder Sperrstangen. Auch das Direktzurren ist eine formschlüssige Sicherung einer Ladung. Sie wird dabei durch die sogenannten Zurrmittel in ihrer Position gehalten

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Die kraftschlüssige Sicherung einer Ladung

Auch bei der kraftschlüssigen Sicherung kommen Zurrmittel zum Einsatz. Dabei wird beim Niederzurren die Ladung so fest auf die Fläche des LKW gepresst, dass die Reibungskräfte sie gegen das Verrutschen sichern. Allerdings muss die Ladung in diesem Fall formstabil sein. Nur so wird die Kraft des Zurrgurtes bis zur Kontaktfläche übertragen. Waren in Säcken dagegen neigen zur Nachverdichtung. Die Gurtspannung kann verloren gehen.

Nicht zuletzt werden bei der kombinierten Ladungssicherung die Elemente aus der formschlüssigen Sicherung der Ladung und aus der kraftschlüssigen Sicherung der Ladung zusammengebracht. Beispiele: Eine Transportkiste wird durch eine Schlinge nach vorn gesichert, Palettenware an die Stirnseite angelegt (formschlüssig), beides wird zusätzlich noch niedergezurrt (kraftschlüssig)

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