Warensicherung

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Die Systeme zum Diebstahlschutz sowie zur Warensicherung werden verstärkt im Einzelhandel oder auch im Shop-Bereich dazu eingesetzt, den Warendiebstahl zu verhindern oder maximal einzuschränken.

Ladendiebstähle verursachen hohe Kosten. Deshalb ist der Einsatz von einem Schloss, einem Dummy oder auch von unterschiedlichen Alarmsystemen hier sinnvoll.

Die mechanische Warensicherung

Zu dieser Sicherungsart gehören zum Beispiel Tisch- und Wandsicherungen, wie kleine Adapterplättchen für Pull-Boxen mit einem Kugel-Endstück. Die Entfernung solcher Sicherungen erfolgt im Regelfall mit einem Spezialwerkzeug. Dabei wird dann bei einem Kauf des so abgesicherten Artikels die dort vorhandene spezielle Vorrichtung von den Verkäufern oder Verkäuferinnen an der Kasse entfernt. Zum Teil erfolgt so etwas auch mit Scannern.

Eine noch einfachere Form der Warensicherung ist die Präsentation der Artikel in einer abgeschlossenen Vitrine. Wenn ein Kunde sich dann für einen solchen Artikel entschieden hat, wird vom Verkäufer oder der Verkäuferin die Ware aus diesem abgeschlossenen Bereich heraus geholt. Zum Teil werden dann hier auch Smartphones, Navigationsgeräte oder kleine MP3-Player mit einem USB-Stecker abgesichert. Wenn dann ein unerlaubtes Entfernen erfolgt ist , wird durch das hier vorhandene Kabel ein Alarm ausgelöst. Bei einer solchen Art der Sicherung können auch teilweise Artikel ohne abgeschlossenes Behältnis präsentiert werden.

Aber zum Teil wird auch im Einzelhandel zur Warensicherung mit Kassenspiegeln, Überwachungsspiegeln oder mit einer Kamera-Attrappe noch gearbeitet. Solche Lösungen sind dann weniger kostenaufwendiger, als wenn hier dann die nachfolgend aufgeführten elektronischen Warensicherungs-Systeme zum Einsatz kommen.

Elektronische Warensicherungs-Systeme

Bei den elektronischen Warensicherungs-Systemen wird zwischen den elektromagnetischen, den radiofruequenten sowie akustomagnetischen Systemen unterschieden. Die aufgeführten verschiedenen Systeme unterscheiden sich nach Merkmalen, wie Sicherheit, Durchgangsbreiten, Erkennungsraten und nach der Zuverlässigkeit.

Was die abzusichernden Durchgangsbreiten anbelangt, so erreicht man mit den elektromagnetischen Systemen die kleine Durchgangsbreite, die zwischen 2 installierten Antennen abgesichert sind. Bei den radiofruequenten Systemen können hier maximal Breiten von 230 Zentimeter erreicht werden. Bei den akustomagnetischen Versionen ist dagegen eine Durchgangsbreite von bis zu 400 Zentimeter möglich. Dabei ist die jeweilige Durchgangsbreite von den hierbei verwendeten Etiketten abhängig.

Hierbei werden solche Etiketten, die zur Warensicherung einen Alarm oder ein Signal auslösen, als Standardlösung im Ein- und Ausgangsbereich installiert. Ziel ist es, eine Abschreckung für Ladendiebe zu erreichen und der normalen Kundschaft das Gefühl zu geben, dass ein Diebstahl hier nicht akzeptiert wird.

Gerade bei den Einzelhändlern wird immer mehr Wert darauf gelegt, dass solche installierten Antennensysteme (zum Beispiel in das Türportal oder in den Boden) sehr dezent installiert werden. Dadurch bleibt der Eingang weiter einladend und die Abschreckung erfolgt mit Hilfe von Hinweisschildern sowie teilweise mit den sichtbar vorhandenen und oben beschriebenen Etikettenlösungen.

Für Zukunft werden für diesen Bereich auch Systeme in der Quellensicherung erprobt. Hierbei wird bereits in die Ware bei der Herstellung oder bei der Montage ein Sicherungsetikett eingebaut (zum Beispiel ein eingenähtes Etikett im Anzug, im dem Absatz von Schuhen, im Schaft einer Bohrmaschine oder beim Label einer Getränkeflasche). Zum Teil sind solche Systeme in einzelnen Branchen (zum Beispiel Schuhbranche) bereits im Einsatz. Während in anderen europäischen Ländern ein solches System bereits stärker verbreitet ist, kommt es in Deutschland nur vereinzelt zum Einsatz.

Chemische Warensicherungs-Systeme

Bei der chemischen Warensicherung wird nicht nur der Diebstahl verhindert. Hier wird die Ware bei einem unbefugten Entfernen unbrauchbar oder die hier vorhandene Sicherung dient auch dann dem Eigentumsnachweis. Dabei wird hier zum Beispiel in einem kleinen (aber zerbrechlichen Gefäß) eine Chemikalie an den Artikeln angebracht. Wenn dann der Artikel unsachgemäß entfernt wird, zerbricht die Sicherung und wirkt auf den Artikel ein. Dabei kommen hier zum Teil abwaschbare Farben oder im Zuge einer DNA ähnlichen Eigentumsmarkierung auch künstliche DNA eingesetzt werden. Relativ selten gibt es auch noch Gestank verbreitende Stoffe für diesen Zweck.

Teilweise kommen hier aber auch Kombinationen aus den oben aufgeführten verschiedenen Sicherungs-Systemen zum Einsatz. So gibt es hier Lösungen von einer Kombination der elektronischen Warensicherungen mit den chemischen Möglichkeiten, die dann das Entfernen der präsentierten Artikel absichert. Aber auch Lösungen, wie das Anbinden von Artikeln mit einem mit Spannung gefüllten Draht, der dann wiederum an eine Alarmanlage angeschlossen ist, wird hier eingesetzt.

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